Annotation
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Und ist die Arbeit abgetan,
dann schleicht die holde Nacht heran,
dann ruh’n wir von Beschwerden.
Die Hoffnung schon erfüllt die Brust,
mit unaussprechlich süßer Lust;
wie glücklich will ich werden!
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Rocco: (auftretend)
Ist Fidelio noch nicht zurück gekommen?
Marzelline:
Nein, Vater! Er wird gewiß so lange bei dem Schmied haben warten müssen.
Da ist er ja! Da ist er ja!
Wie er belastet ist!
(Leonore tritt auf. Sie trägt ein dunkles Wams, ein rotes Gilet, dues Beinkleid, kurze Stiefel, einen breiten Gürtel aus schwarzem Leder mit einer kupfernen Schnalle; ihre Haare sind in eine Netzhaube gesteckt. Auf dem Rücken trägt sie ein Behältnis mit Lebensmitteln, an den Armen Ketten, die sie beim Eintreten an dem Stübchen des Pförtners ablegt; an der Seite hängt ihr eine blecherne Büchse an einer Schnur.)
Rocco:
Armer Fidelio, diesmal hast du dir zu viel dir aufgeladen.
Leonore:
Ich muß gestehen, ich bin ein wenig ermüdet!
Rocco:
Wieviel kostet das alles?
Leonore:
Zwölf Piaster ungefähr.
Hier ist die genaue Rechnung
Rocco:
Du bist ein kluger Junge
Leonore:
Ich suche zu tun, was mir möglich ist.
Rocco:
Dein Lohn soll nicht ausbleiben.
Meinst du, ich kann dir nicht ins Herz sehen?
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Marzelline: (für sich)
Mir ist so wunderbar, es engt das Herz mir ein; er liebt mich, es ist klar, ich werde glücklich sein!
Leonore: (für sich)
Wie groß ist die Gefahr, wie schwach der Hoffnung Schein!
Sie liebt mich, es ist klar, o namenlose Pein!
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Relationships
| additional librettist: | Georg Friedrich Treitschke |
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| translator: | Joseph Sonnleithner |
| part of: | Fidelio, op. 72: Akt I (order: 4) |
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